Um der Luchs-Population in Europa auf die Sprünge helfen, sind im Thüringer Wald zwei Pinselohren ausgewildert worden. Die Luchsin «Frieda» und der Luchs «Viorel» sind laut Umweltministerium am Mittwochabend in die Wildnis entlassen worden.
Die beiden sind die ersten Tiere, die innerhalb eines großen Projekts zur Wiederansiedlung der streng geschützten Katzenart ausgewildert wurden. Die zwei Luchse tragen Halsbänder mit Peilsendern, um ihre Bewegungen nachvollziehen zu können.
Frieda wuchs in einem großen und naturnahen Gehege im Wildkatzendorf Hütscheroda (Wartburgkreis) auf. Der Bereich ist abgeschirmt von Besuchern, um die darin lebenden Tiere mit möglichst wenig Menschenkontakt auf das Leben in freier Wildbahn vorzubereiten.
Zuletzt wurden Frieda und der aus Rumänien stammende Wildfang Viorel für einige Wochen in ein Auswilderungsgehege im mittleren Thüringer Wald gebracht. Dort konnten sie sich in benachbarten Gehegeteilen beschnuppern. In den nächsten vier Jahren sollen so jedes Jahr bis zu fünf weitere Luchse Frieda und Viorel in die Wildnis folgen.