Die Nachwuchssorgen bei den Thüringer Schäfern halten an: In diesem Jahr gibt es nach Angaben von Uwe Erl vom Landesverband Thüringer Schafzüchter bisher keine Auszubildenden für den Schäferberuf. Es sei nicht auszuschließen, dass in den kommenden Wochen noch Verträge unterschrieben würden, doch das Ausbildungsjahr habe mit dem ersten August bereits begonnen, sagte Erl am Rande des Schäfertags in Hohenfelden.
Viele Schäfer kommen ins Rentenalter
«Dieses Jahr haben drei Lehrlinge ausgelernt und auch ihr Facharbeiterzeugnis bekommen. Das ist viel zu wenig für das, was jetzt in den Betrieben gebraucht wird», sagte Erl. Viele Schäfer in Thüringen seien bereits über 60 Jahre alt.
Der Schäferberuf steht seit Jahren unter Druck. Erl forderte eine gezielte Förderung der Schafhaltung. Das Verkaufen von Lämmern und Altschafen macht laut Erl 30 bis 35 Prozent des Einkommens eines Schäfers aus. Wolle spiele für Erlöse keine Rolle und sei eher ein Minus-Geschäft.