Tierärzte von Veterinärämtern in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt haben bei einer gemeinsamen Übung das Vorgehen beim Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest trainiert. Dabei ging es um ein Übergreifen der Tierseuche auf Hausschweine, wie das sächsische Gesundheitsministerium informierte. «Die Veterinäre probten das koordinierte Vorgehen in fünf großen schweinehaltenden Betrieben und einem Wildpark.» Dabei sei es etwa um seuchenrechtliche Untersuchungen, Biosicherheitsprüfung, abgestimmtes Verwaltungshandeln und Kommunikation mit den Tierhaltern gegangen.
«Die Übung soll für Klarheit und Erfahrung im Krisenfall sorgen, wenn alle Maßnahmen des Krisenmanagements reibungslos umgesetzt werden müssen», erklärte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Sachsen hat seit einigen Jahren mit Ausbrüchen der Schweinepest zu kämpfen, bisher allerdings nur bei Wildtieren.
Es sei gelungen, die Tierseuche entscheidend zurückzudrängen, konstatierte Köpping. So könnten die Fachleute ihre Kenntnisse und Erfahrungen an Kollegen aus Mitteldeutschland weitergeben. An der dreitägigen Übung in den Landkreisen Mittelsachsen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge seien 30 Tierärzte beteiligt gewesen.