Winter kann kommen - Tierhalter haben genügend Futtermittel
Vor dem Einbruch der kalten Jahreszeit haben Thüringens Tierhalter nach Einschätzung des Landesbauernverbands keine Engpässe beim Futter. «Die Futtermittelversorgung ist aufgrund der Trockenheit im Sommer angespannt, aber gesichert», erklärte André Rathgeber vom Thüringer Bauernverband auf Nachfrage. Tierhalter nutzen vor allem Maissilage als Grundfutter im Winter. Nach Angaben von Rathgeber gab es bei der Herstellung regionale Unterschiede. «Wir wissen, dass Südthüringen, aber auch der Westteil von Thüringen bis in die Mitte, dass da der Mais nicht ganz so gut aussah. In den östlichen Teilen sah er schon wieder ein bisschen besser aus», sagte Rathgeber. Grund war die langanhaltende Trockenheit in diesem Jahr, die dazu führte, dass Mais nicht so gut wachsen konnte. Regen im August habe den Pflanzen aber noch gutgetan. «Von der Menge her passt es jetzt so. Die Grundlage ist damit gesichert», sagte Rathgeber. Genutzt werde in den Betrieben auch Heu sowie Feldfutterpflanzen wie Klee und Luzerne. Auch hier habe sich die Trockenheit ausgewirkt. Rathgeber erläuterte, dass es im Jahr mehrere Schnitte gebe, also mehrere Durchgänge, um Heu zu produzieren - normalerweise drei Schnitte. Der erste Schnitt sei in Ordnung gewesen, der zweite hingegen sei stellenweise gar nicht eingefahren worden. «Der dritte Schnitt war dann wiederum ganz gut.» Es sei nicht wie in anderen Jahren viel Vorrat angelegt worden. «Aber die Grundversorgung steht, die Tiere müssen keinen Hunger leiden», sagte Rathgeber. Wichtig sei aber, dass das Futter im Frühjahr rechtzeitig nachwachse. Rathgeber erinnerte auch an trockene Jahre, als Futtermittel von Thüringen an südlichere Länder geliefert wurde. Angesichts der hohen Dieselkosten überlegten sich nun aber viele Betriebe, ob sie Futter dazukaufen wollen. Die Transportkosten seien stark gestiegen. Derzeit laufe noch die Ernte von Körnermais und Zuckerrüben. Die Aussaat von Winterweizen, Wintergerste und Winterraps nähere sich unter guten Bedingungen dem Ende. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenGrundlage gesichert, aber keine großen Vorräte
Gestiegene Dieselpreise belasten Transportkosten