Mit «Wangari» und «Lana» sind zwei weitere Luchse im Thüringer Wald unterwegs. Die beiden Weibchen wurden heute nahe Oberhof ausgewildert, wie der Thüringer Landesverband des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mitteilte. Die Türen des Auswilderungsgeheges öffneten demnach Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) und Thüringens Umweltminister Tilo Kummer (BSW).
Luchse gelten in Deutschland als bedroht und sind streng geschützt. Für das Auswilderungsprojekt arbeitet der BUND Thüringen unter anderem mit dem WWF und anderen Akteuren zusammenarbeitet. Mit den beiden Tieren wurden inzwischen neun Luchse innerhalb des Projekts im Thüringer Wald ausgewildert.
«Der Luchs wurde aus unseren Wäldern verdrängt», sagte Markus Port, Luchsexperte des BUND Thüringen. Dass sie im Thüringer Wald wieder angesiedelt werden könnten, sei das Ergebnis intensiver Naturschutzarbeit und der Zusammenarbeit verschiedener Beteiligter. «Solange die Bestände in Deutschland noch zu klein und voneinander isoliert sind, braucht es gezielte Wiederansiedlungsprojekte wie dieses.»