Unwetter haben in Thüringen am Sonntagabend mancherorts Einsätze von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Besonders betroffen war der Landkreis Eichsfeld. Dort wurden nach Angaben der Rettungsleitstelle Straßen überspült, Fahrbahnen durch Schlamm verschmutzt und mehrere umgestürzte Bäume beseitigt. Zudem waren Keller vollgelaufen. Die Einsätze spielten sich im Zeitraum zwischen 16.40 Uhr und 20 Uhr ab. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Nach Informationen des Mitteldeutschen Rundfunks stürzte in Diedorf (Unstrut-Hainich-Kreis) ein Baum nach einem Blitzschlag um und beschädigte eine Gasleitung. Etwa 150 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, sie wurden in einer Gaststätte untergebracht. «Der Energieversorger konnte im Anschluss seine Instandsetzungsmaßnahmen durchführen», erklärte die Landespolizeiinspektion Nordhausen am Nachmittag.
Nach Angaben der Polizei brach in Erfurt am Juri-Gagarin-Ring ein etwa 20 Meter hoher Baum um und stürzte auf die Fahrbahn. Feuerwehrleute zerkleinerten das Hindernis und beräumten die Straße. Personen wurden nicht verletzt.
Nach Angaben der Stadt Erfurt gab es vor allem der Süden der Landeshauptstadt Schäden durch das Unwetter. Neben Wassereinbrüchen in Wohnhäusern sei es zu zahlreichen Astbrüchen gekommen. Bäume stürzten um. Es entstanden Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen. Ein Wohnhaus musste den Angaben zufolge vorsorglich geräumt werden, weil ein Baum gefährlich gegen das Gebäude gelehnt war.
Und auch wenn das Unwetter vorüber ist, sollten Bürgerinnen und Bürger insbesondere in Parks und Grünflächen weiter vorsichtig sein, so die Stadt Erfurt: «Aufgrund der Unwetterschäden können vereinzelt noch Äste oder Kronenteile herabfallen.»
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