Der genaue Auslöser für den Großbrand einer Waldfläche im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt im vergangenen Jahr bleibt unklar. Brandstiftung lasse sich laut Ergebnis eines Gutachters zwar nicht komplett ausschließen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera auf Anfrage. Wahrscheinlicher sei aber eine andere, nicht bekannte Ursache. So habe etwa kein Brandbeschleuniger nachgewiesen werden können.
Im Juli 2025 war auf der Saalfelder Höhe beim Saalfelder Ortsteil Gösselsdorf ein Feuer ausgebrochen. Fast zwei Wochen dauerte die Brandbekämpfung, zeitweise war der Katastrophenfall ausgerufen worden. Das Feuer tobte auf einer Fläche von etwa 82 Hektar. Obwohl die Größe des betroffenen Gebietes damit kleiner als zunächst angenommen ausfiel, gilt das Feuer als größter Waldbrand seit Beginn der aktuellen Thüringer Waldbrandstatistik.
Auslöser häufig unbekannt
Dass die Ursachen von Waldbränden unbekannt bleiben, ist laut Thüringenforst nicht ungewöhnlich: In 65 Prozent der 49 Waldbrände konnte im vergangenen Jahr kein Auslöser genannt werden, wie aus einem Bericht der Landesforstanstalt hervorgeht. Die übrigen Feuer wurden demnach vor allem durch Brandstiftung (18 Prozent) oder Fahrlässigkeit (14 Prozent) ausgelöst.
Traditionell beginnt Thüringenforst ab März mit der Waldbrandüberwachungssaison, die bis Ende Oktober dauert. Dazu informiert die Landesforstanstalt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst etwa online darüber, wie hoch die jeweilige Waldbrandgefahr in bestimmten Regionen Thüringens ist.
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