Nach Gasleck in Greiz - Versorgung diese Woche angestrebt
Mehr als 350 Haushalte sind nach einem Gasleck in Greiz weiter von der Gasversorgung abgeschnitten - das soll sich im Laufe der Woche ändern. «Wir streben an, unter Wahrung aller sicherheitsfordernden Aufgaben, eine Versorgung gegen Mitte der Woche umsetzen zu können», sagte André Süßmilch, Geschäftsführer der Energieversorgung Greiz. Ein verbindlicher Zeitpunkt könne bislang aufgrund der komplexen technischen Situation jedoch nicht genannt werden, hieß es von dem Unternehmen. Ursache war demnach eine undichte Gasleitung, die als alleinige Versorgungsleitung für die betroffenen Haushalte dient. Es werde Materialermüdung vermutet - die Leitung sei 1973 verlegt worden. Derzeit sind 388 Haushalte nicht angeschlossen. Am Donnerstagabend war das Wohngebiet wegen des Lecks weiträumig abgesperrt worden. 50 Anwohner wurden zunächst evakuiert, in der Nacht konnten sie in ihre Häuser zurückkehren. Um die Versorgung wiederherzustellen, seien umfangreiche Reparaturen nötig, erklärte Süßmilch. Von dem Gasleck betroffen ist demnach eine Stelle der Gasleitung unter den Bahngleisen, die nicht direkt zugänglich ist. Deswegen werde derzeit an einer Interimslösung gearbeitet. Diese sieht eine Ersatzleitung vor, für die Tiefbauarbeiten notwendig sind und ein Gasrohr verlegt werden muss, erläuterte er. Daran werde mit Hochdruck gearbeitet. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, müsse dann jeder einzelne Haushalt überprüft und wieder an die Versorgung angeschlossen werden. Parallel liefen zudem die Arbeiten für die endgültige Lösung in Absprache mit der Deutschen Bahn. Es gebe eine große Bereitschaft unter der Bevölkerung, sich gegenseitig zu helfen, sagte der Greizer Bürgermeister Alexander Schulze. Zudem sei hilfreich, dass die Temperaturen noch recht warm seien. Für Betroffene hat das Technische Hilfswerk am Wochenende eine Duschmöglichkeit aufgebaut, die weiterhin zur Verfügung steht. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenUmfangreiche Reparaturen notwendig