Kalte Winter kosten in Thüringen jedes Jahr Menschenleben. In den Jahren 2023 und 2024 wurden im Freistaat 24 Kältetote gezählt, wie aus einer Antwort des Sozialministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linke-Landtagsabgeordneten Katja Maurer hervorgeht. Im Jahr 2023 erfroren demnach 14 Menschen, ein Jahr später waren es zehn. Das Ministerium berief sich auf Daten des Statistischen Landesamtes, das übermäßige natürliche Kälte als direkte Todesursache erfasst. Zahlen für 2025 liegen bislang nicht vor, die Erfassung der Sterbezahlen und die Auswertung der Todesursachen dauert für gewöhnlich länger an.
Nicht nur in den kreisfreien Städten Erfurt, Jena, Suhl und Weimar wurden einzelne Kältetote verzeichnet, auch in den meisten Landkreisen. Keine Fälle wurden in den beiden Jahren in Gera, dem Saale-Holzland-Kreis und im Landkreis bekannt. Ob beziehungsweise in welchem Ausmaß es sich bei den Kältetoten um Obdachlose handelt, geht aus der Ministeriumsantwort nicht hervor.