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Nach Unwetter vergangene Woche – DWD bestätigt Tornado

Nach Unwetter vergangene Woche – DWD bestätigt Tornado
Unter anderem stürzten durch das Unwetter zahlreiche Bäume um. (Archivbild) / Foto: Daniel Vogl/dpa
Von: DieThüringer News
Ein Unwetter hat vergangene Woche Teile Thüringens schwer mitgenommen. Dabei stand die Frage im Raum: Hat dabei auch ein Tornado gewütet? Experten haben darauf inzwischen eine Antwort.

Der Deutsche Wetterdienst bestätigt, dass es bei dem Unwetter in Ohrdruf vergangene Woche einen Tornado gegeben hat. Die Experten gingen von einer Stärke von mindestens 2.5 auf der internationalen Fujita-Skala aus, wie ein Sprecher des DWD auf Anfrage mitteilte. Umgerechnet bedeute dies Windgeschwindigkeiten auf einer Bandbreite zwischen 200 und 300 Kilometern pro Stunde. «Diese Untersuchungen bezüglich der Stärke sind aber noch nicht abgeschlossen», hieß es. Zunächst hatte der MDR berichtet.

Schwere Unwetter zogen am vergangenen Mittwochabend über das Land, die unter anderem zu umgestürzten Bäumen sowie beschädigten Autos und Gebäuden führten. Im Landkreis Gotha kam in der Folge ein Mensch ums Leben, der von herabstürzenden Baumteilen getroffen wurde. 

Weiterer Verdachtsfall im Ilm-Kreis

Laut DWD sind Tornados verhältnismäßig kleinräumige Phänomene, weshalb sie durch das recht grobe Windmessnetz nicht erfasst werden können. Direkte Messungen der Windgeschwindigkeiten innerhalb des Tornados seien schwierig. Deswegen werde die Windgeschwindigkeit anhand des Schadensbildes vor Ort und mit Hilfe der Fujita-Skala analysiert.

Verschiedene Medien hatten im Zuge der Unwetter zudem über einen möglichen Tornado bei Arnstadt im Ilm-Kreis berichtet. Dazu lägen jedoch noch keine weiteren Erkenntnisse vor. Darüber hinaus seien bislang keine weiteren Verdachtsfälle bekannt. Aber angesichts der Wetterbedingungen vom 19. August sei «es durchaus möglich, dass es noch einzelne weitere, zumindest kurzlebige Tornados gab», so der Sprecher.

Ein Tornado ist eine stark rotierende Luftsäule mit Bodenkontakt, erklärte er. Diese würden jedoch häufig mit sogenannten «Downbursts» verwechselt. Dabei handelt es sich um eine Art Gewitterfallböe, die ebenfalls für erhebliche Sturmschäden sorgen kann.

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