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Auftragsboom in Thüringen: Bauhauptgewerbe meldet 1,3 Mrd. im ersten Halbjahr 2026

Auftragsboom in Thüringen: Bauhauptgewerbe meldet 1,3 Mrd. im ersten Halbjahr 2026
Für Thüringer Baufirmen gibt es mehr Aufträge. (Illustration) / Foto: Soeren Stache/dpa
Von: DieThüringer News
Bund und Land haben Programme für deutlich mehr Investitionen aufgelegt. Davon scheint einiges bei Baufirmen anzukommen - ihre Auftragszahlen entwickeln sich gut.

Nach einer jahrelangen Hängepartie füllen sich die Auftragsbücher der Thüringer Baufirmen - auch dank der Investitionsprogramme von Bund und Land. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Auftragseingänge im Thüringer Bauhauptgewerbe um rund 218 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt in Erfurt berichtete. Das war ein kräftiges Plus von mehr als einem Fünftel im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025. 

Vor allem öffentliche Hochbauprojekte, der Straßenbau sowie der lange schwächelnde Wohnungsbau profitierten von deutlich mehr Aufträgen. Erfasst wurden laut Landesamt 279 Betriebe mit fast 14.000 Beschäftigten. 

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Welche Baubereiche besonders profitieren 

Allerdings haben sich die höheren staatlichen Ausgaben - Thüringen hat beispielsweise ein kommunales Investitionsprogramm aufgelegt - bisher nur geringfügig auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt. Die Erlöse der Unternehmen im Bauhauptgewerbe beliefen sich im ersten Halbjahr auf 1,1 Milliarden Euro. Das war ein vergleichsweise kleines Plus von 1,2 Prozent. Dank der Auftragseingänge sind die Umsatzaussichten nun aber positiver. 

Beim öffentlichen Bau und Straßenbau stieg das Auftragsvolumen um 131 Millionen Euro über das Vorjahresniveau, beim Wohnungsbau um 29 Millionen Euro, wie das Landesamt ermittelte. Damit war das Auftragsplus im Wohnungsbau - allerdings von einem niedrigen Niveau - mit 45 Prozent am höchsten. 

Wie sich die regionale Entwicklung zeigt 

Die Umsatzentwicklung in den Thüringer Regionen, die teilweise von einzelnen großen Bauvorhaben abhängt, verlief unterschiedlich. Während der Kreis Greiz und die Stadt Jena ein Umsatzplus von einem Drittel beziehungsweise einem Viertel verbuchten, gab es in Gera ein Minus von 45 Prozent und im Landkreis Gotha von 20 Prozent. Bei den absoluten Umsatzzahlen im Bauhauptgewerbe lag die Landeshauptstadt Erfurt vorn. Im oberen Drittel der Regionen rangierten unter anderem der Wartburgkreis und der Kreis Schmalkalden-Meiningen. 

Thüringens Bauminister Steffen Schütz geht davon aus, dass das Zusammenspiel von neuen Regelungen für den Bau sowie den neuen Investitionsmöglichkeiten unter anderem durch das Sondervermögen des Bundes Wirkung zeigen. Die ersten Verbesserungen seien messbar, hatte der BSW-Politiker kürzlich erklärt. Er rechnet damit, dass das erste Gesetz zum Bürokratieabbau weitere Wachstumsimpulse auch in der Bauwirtschaft setzt.

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