Thüringens Bauindustrie leidet unter einer anhaltend schlechten Auftragslage. «Der Wohnungsbau ist ein ganz großes Sorgenkind, weil keiner mehr investiert», sagte Burkhardt Siebert, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands Hessen-Thüringen, der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. «Kein Investor investiert jetzt noch, weil es eben teuer geworden ist, weil die Grundstücke teuer geworden sind. Standards sind sehr, sehr hoch und die Mieten können ja nicht ins Unermessliche steigen», so Siebert. Die Lage sei kritisch. In einigen Bereichen gebe es Kurzarbeit.
Grund dafür seien vor allem zu hohe Preise. Die Bauindustrie hoffe auf Verbesserungen durch die möglichst rasche Verteilung der angekündigten 500 Milliarden Euro Sondervermögen des Bundes. Investitionen würden dringend gebraucht, fordert Siebert. «Das Ärgerliche ist ja, dass der Bedarf da ist für alle Bereiche, für Infrastruktur, für Wohnungen, für Schiene, für die Anbindung des ländlichen Raumes», führt der Verbandschef aus. «Aber wir können es halt nicht zusammenbringen aufgrund der Preissituation.»