In der Debatte um Beschränkungen der Social-Media-Nutzung bei Kindern und Jugendlichen berät der Bundesrat über eine Position der Länder. Niedersachsen und Thüringen brachten einen Antrag ein, wonach sich die Länderkammer für ein Verbot für Personen unter 14 Jahren aussprechen soll. Bis 16 sollten Jugendliche soziale Medien nur in einer «altersangepassten Version» nutzen dürfen, die auf «suchtverstärkende Funktionen» verzichtet. Über den Antrag soll nun zunächst in den Bundesrats-Ausschüssen beraten werden.
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) sagte, soziale Medien seien längst fester Bestandteil im Alltag junger Menschen und eröffneten ihnen Räume. «Aber sie bergen eben auch Risiken.» So versuchten Anbieter, die Aufmerksamkeit so lange wie möglich zu binden. «Je jünger die Menschen sind, desto weniger haben sie dem Sog endloser Feeds etwas entgegenzusetzen.» Inhalte mit Gewalt, Hass und Desinformation erreichten sie meist ungefiltert.