Hohe Temperaturen und teils reichlich Regen lassen Thüringens Weinbauern aktuell um ihre Trauben bangen. Im April hätten kalte Tage teils zu Komplett-Ausfällen bei den ersten Trieben geführt, sagte die Vorsitzende des Thüringer Weinbauverbands Bad Sulza, Elke Meinhardt. «Jetzt spielt die Fäulnis eine Rolle und wir müssen der Feuchtigkeit die Stirn bieten.» Der «Pilzdruck» sei hoch.
Das Ergebnis der diesjährigen Weinlese sei derweil noch ungewiss. Bis direkt vor der Traubenernte könne noch viel passieren. «Wir hoffen auf einen schönen Spätsommer, der den Zuckergehalt der Trauben steigert.» Ein von der Menge oder Qualität herausragender Jahrgang sei aber wohl nicht zu erwarten, so Meinhardt.