Obstbauern in Thüringen gehen nach zwei frostigen Nächten zunächst nicht von nennenswerten Schäden in den Obstplantagen aus. Die Obstblüte beginne gerade mit frühen Kirschensorten und Aprikosen, die Hauptblüte habe aber bisher nicht eingesetzt, sagte Ulf Henniger, Vorstand des größten Thüringer Anbaubetriebes Fahner Obst in Gierstädt, auf Anfrage. Zu rechnen sei mit Verlusten bei Aprikosen, die mit zwei Hektar aber nur einen Bruchteil der insgesamt 1.000 Hektar umfassenden Anbaufläche ausmachten.
Ähnlich ist die Situation in der Obstbaugenossenschaft Kindelbrück. «Das ist nicht vergleichbar mit den Schäden im letzten Jahr», sagte Vorstand Wilhelm Schäfer, der auch die Fachgruppe Obstbau im Thüringer Gartenbauverband leitet. Die Blüte sei nicht so weit fortgeschritten wie im vergangenen Jahr um diese Zeit.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wurden in Thüringen in der Nacht zum Montag frostige Temperaturen von um die sechs Grad Minus gemessen. In der Nacht zuvor war es im Flachland nicht ganz so kalt.