Das Land Hessen baut nach Kritik von Europas Bankenaufsehern seine Beteiligung an der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) um und nimmt dafür neue Schulden auf. Mit zwei Milliarden Euro frischen Geldern sollen die von der Aufsicht in Zweifel gezogenen Stillen Einlagen in gleicher Höhe ersetzt werden, wie Finanzminister Alexander Lorz (CDU) am Montag in Wiesbaden erläuterte. 1,5 Milliarden Euro steckt das Land als Bareinlage in die Helaba, für weitere 500 Millionen Euro wird eine sogenannte AT1-Anleihe der Bank gekauft. Das sind Wertpapiere, die im Krisenfall herangezogen werden können, um die Eigenkapitalbasis einer Bank zu stärken.
Durch diese Investition ins Stammkapital der Helaba wird sich der Anteil Hessens an der drittgrößten deutschen Landesbank von 8,1 Prozent auf 30,08 Prozent erhöhen. Haupteigentümer der Helaba bleiben mit weitem Abstand die Sparkassen, deren Anteil am Stammkapital sich im Zuge der Neustrukturierung von rund 88 Prozent auf gut 66,4 Prozent verringern wird. Größter Anteilseigner ist auch künftig der Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen mit einem von rund 69 Prozent auf 50 Prozent verringerten Anteil. Die Beteiligung des Freistaates Thüringen sinkt von 4,05 Prozent auf 3,50 Prozent.