Der BUND in Thüringen warnt angesichts der geplanten Suche nach Lithium im Freistaat vor Raubbau. Die Umweltschützer fordern die umfassende Berücksichtigung umweltrechtlicher Belange, Kreislaufwirtschaft sowie die Einbindung von Umweltverbänden in den gesamten Prozess. Lithium sei ein wichtiger Rohstoff für die Energiewende, betonte der BUND Thüringen. «Um diese weiter voranzutreiben, muss Deutschland eine ausreichende Menge von Lithium bereitstellen. Diese muss aus umweltverträglicher Primärgewinnung sowie einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft kommen.»
Am Vortag hatte das Umweltministerium in Erfurt mitgeteilt, dass das Umweltlandesamt der Esso Deutschland GmbH die bergrechtliche Erlaubnis zu vorbereitenden Schritten für die Suche nach Lithium, Mangan und Zink auf einer Fläche von rund 4.050 Quadratkilometern erteilt habe. Die Fläche umfasst teilweise oder ganz die Landkreise Eichsfeld, Nordhausen, Kyffhäuserkreis, Sömmerda, Weimarer Land, Gotha, Wartburgkreis, Ilm-Kreis und Unstrut-Hainich-Kreis sowie die kreisfreien Städte Erfurt und Weimar.