Eine schwache Konjunktur und ein angespannter Arbeitsmarkt hinterlassen in Thüringen Spuren: Die Zahl der Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen stieg im ersten Halbjahr im Freistaat deutlich, wie das Statistische Landesamt in Erfurt mitteilte. Rund ein Achtel mehr Firmen meldeten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Insolvenz an. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen nahm in diesem Zeitraum um 11,6 Prozent zu.
Bei den Amtsgerichten stellten den Angaben nach im ersten Halbjahr 169 Firmen einen Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung und damit 19 mehr als im Vorjahreszeitraum. Die finanziell angeschlagenen Betriebe beschäftigten zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags den Angaben nach noch 1.268 Arbeitnehmer.