Thüringens Energieminister Tilo Kummer hat sich für die Einführung einer staatlichen Förderung zur Produktion von grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien ausgesprochen. «Ich glaube, Wasserstoff ist so wichtig, dass wir gucken müssen, wie stellen wir die Wirtschaftlichkeit her», sagte der BSW-Politiker bei einer Fachveranstaltung zum Thema in Erfurt. Es trage zur regionalen Wertschöpfung bei, das Gas vor Ort in Thüringen zu produzieren. «Wir können das. Wir sind ein rohstoffarmes Land, also sollen wir doch unsere ingenieurtechnischen Fähigkeiten nutzen», so Kummer.
Ähnlich äußerten sich Vertreter von Unternehmen der Wasserstoffwirtschaft sowie Verteilnetzbetreiber, die am Ausbau eines Wasserstoffnetzes in Thüringen arbeiten. Ulrich Benterbusch, Geschäftsführer des Kasseler Gasfernleitungsbetreibers Gascade, forderte ein Ende der finanziellen Förderung für Strom aus erneuerbaren Energien zugunsten von Wasserstoff. «Wir müssen nach 25 Jahren EEG-Förderung kapieren, dass wir mal mit dem Strom aufhören müssen, was die Subventionen angeht», so Benterbusch. Die Ressourcen müssten umgeleitet werden, um den Markt für Wasserstoff anzuschieben. «Denn nur dann haben wir am Ende ein resilientes Energiesystem und auch ein nachhaltiges».