Stromernte vom Acker: Neben einer Reihe von Testanlagen entsteht in Bad Klosterlausnitz derzeit das erste kommerzielle Agri-Photovoltaik-Projekt in Thüringen. Dabei werden Solaranlagen über Agrarflächen errichtete, die weiterhin bewirtschaftet werden. «Wir wollen damit zeigen, dass sich solche Projekte wirtschaftlich betreiben lassen», sagte Stefan Zaubitzer, Geschäftsführer der TEAG Solar GmbH, der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. «Das Interesse von Landwirten steigt.»
Die Thüringer Energie AG (TEAG), die das Projekt in Bad Klosterlausnitz umsetzt, ist der größte Energieversorger im Freistaat und im Besitz der Kommunen.
Bei den Agri-PV-Projekten - die meisten sind wie in Erfurt oder in Gebesee im Kreis Sömmerda in der Test- oder Vorbereitungsphase - geht es darum, sowohl Öko-Strom als auch landwirtschaftliche Produkte wie Beeren oder Kirschen zu erzeugen. Die Anlagen sollen so über Feldern oder Obstbauflächen errichtet werden, dass Landwirtschaftsmaschinen weiterhin eingesetzt werden können. Teilweise entstehen heute noch großflächige Solaranlagen auf Grünland oder vereinzelt sogar auf Ackerflächen.