Vor Beginn der Grünen Woche an diesem Freitag in Berlin hat Thüringens Agrarministerin Colette Boos-John (CDU) auf die angespannte Lage vieler Landwirtschaftsunternehmen aufmerksam gemacht. «Der Motor läuft gerade nicht rund», erklärte Boos-John. Viele Betriebe kämpften mit gesunkenen Erzeugerpreisen bei gleichzeitig steigenden Produktionskosten - etwa für Futter- und Düngemittel oder Energie.
Hinzu komme, dass auch bei vielen politischen Projekten derzeit «die Säge klemme», so die Ministerin. Sorgen bereite ihr insbesondere die Zukunft der gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) ab 2028, aus der auch in Thüringen wichtige Förderprogramme für Landwirtschaft und ländlichen Raum finanziert werden. Thüringen stelle in diesem Jahr rund 290 Millionen Euro aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln zur Unterstützung der heimischen Landwirtschaft bereit.