Sparzwänge und Fachkräftemangel bereiten Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern Sorgen. «Die Kommunen fahren die Jugendarbeit gerade massiv runter. Das ist fatal», sagte der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit, Christian Spatscheck, der Deutschen Presse-Agentur. Auch angesichts des in einer Studie festgestellten Rechtsrucks unter jungen Menschen brauche es ein flächendeckendes Angebot an Jugendzentren und -verbänden.
«Dort, wo Jugendzentren schließen, gibt es rechte Gruppen, die das Feld besetzen», sagte Spatscheck weiter. Hingegen könne eine funktionierende Struktur vor Ort dazu beitragen, dass sich Jugendliche auch in vermeintlich abgehängten Regionen verwurzelt fühlen. Die Deutsche Gesellschaft für Sozialarbeit kommt am Freitag an der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena zu ihrer Jahrestagung zusammen.