Thüringens Gastronomen bringt die Mehrwertsteuersenkung nach Angaben des Wirtschaftsministeriums einen zweistelligen Millionenbetrag. Die finanzielle Entlastung durch die Steuersenkung auf Gaststättenessen liege nach Prognosen in Thüringen bei etwa 72 Millionen Euro pro Jahr, sagte Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU). Zu Jahresbeginn wurde die Mehrwertsteuer, die auf Essen in Gaststätten, Restaurants und Hotels fällig wird, bundesweit von 19 auf 7 Prozent verringert.
Allerdings dürfen die Gäste nach Einschätzung des Thüringer Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) kaum mit deutlichen Preissenkungen für Bratwurst oder Thüringer Klöße rechnen. Die Steuersenkung könne angesichts hoher Energie- und Lebensmittelpreise jedoch bedeuten, dass die Rechnung für Speisen bei einem Hotelaufenthalt oder Gaststättenbesuch nicht höher wird als bisher. «Die Mehrwertsteuersenkung ist die Chance, die Preise konstant zu halten», hatte der Präsident des Thüringer Hotel- und Gaststättenverbandes, Mark Kühnelt, angekündigt.