Logo DieThüringer News
Nachrichten / Wirtschaft

Tag des Thüringer Porzellans: Mehr als 30 Stationen feiern Tradition und Handwerk

Tag des Thüringer Porzellans: Mehr als 30 Stationen feiern Tradition und Handwerk
Ganzjährig thematisieren die Porzellanwelten auf der Leuchtenburg bei Kahla die Bedeutung von Porzellan. (Symbolbild) / Foto: Jens Kalaene/dpa
Von: DieThüringer News
Porzellan aus Thüringen punktet mit Tradition und Kreativität. Davon können sich Besucher auch am Tag des Thüringer Porzellans überzeugen. Doch die Branche hat trotz großer Geschichte zu kämpfen.

Thüringens lange Porzellantradition steht an diesem Wochenende wieder besonders im Fokus. Am 11. und 12. April laden mehr als 30 Institutionen, Künstlerateliers und Manufakturen zum Tag des Thüringer Porzellans ein. Das seien so viele wie noch nie, teilte der Verein Thüringer Porzellanstraße mit. Geplant sind etwa Führungen durch Porzellanfabriken, Sonderverkäufe, Depot-Rundgänge und Einblicke in Werkstätten.

Offiziell eröffnet wird der Tag bereits heute in Egelsdorf, einem Ortsteil von Königsee (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt). In der Galerie «Kunst in der Fabrik» werden Besucher dort dann am Samstag unter anderem durch die Porzellanfigurensammlung geführt.

Mehr aus dieser Kategorie

Mehr als Geschirr für den Alltag

Der Tag des Thüringer Porzellans steht in diesem Jahr unter dem Motto «Schmuck für die Sinne». Das soll laut Veranstaltern verdeutlichen, dass Porzellan nicht nur für Gebrauchsgegenstände genutzt wird, sondern auch «Ausdruck von Handwerkskunst und Träger von Fantasie» sei - und «ein Werkstoff, der in immer neuen Formen von Schönheit erscheint».

Entlang der Thüringer Porzellanstraße können Touristen und Einheimische ganzjährig die Historie und Gegenwart des Handwerks und der Industrie dahinter nachvollziehen. Die Porzellanstraße verbindet Orte, an denen bis heute Porzellan hergestellt wird und Stätten, die besondere Porzellansammlungen beherbergen.

Von Boom zur Branche mit Herausforderungen

Seit mehr als 260 Jahren gehört das Porzellanhandwerk zu Thüringen. Im 19. Jahrhundert gab es hunderte Porzellanbetriebe, mit bekannten Produktionsstätten etwa in Ilmenau oder Kahla. Inzwischen sind es noch etwa ein Dutzend Betriebe. Aktuell kämpft die Branche wegen der energieintensiven Herstellungsprozesse mit den hohen Gaspreisen. Zuletzt hatte die traditionsreiche Kahla Porzellan GmbH Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

DieThüringer News
Artikel von

DieThüringer News

DieThüringer News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.