Thüringen hat bei der Belegung von Informatik in der Oberschule die Nase vorn. Mehr als 30 Prozent der Schülerinnen und Schülern in der Oberstufe belegen einen Grund- oder Leistungskurs im Fach Informatik – bundesweit sind es 16 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Informatik-Monitor 2025/26 hervor, der von der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), dem Stifterverband und der Heinz Nixdorf Stiftung herausgegeben wird.
Demnach hat Sachsen mit mehr als 40 Prozent die höchste Belegungsquote. Thüringen liegt auf dem dritten Platz. Bei den Schlusslichtern Hessen, Niedersachsen, Bremen und Baden-Württemberg sind es weniger als 10 Prozent.
Ein Faktor könnte der frühzeitige und durchgehende Kontakt zum Fach Informatik sein, hieß es. So ist Informatik in Sachsen seit 2004 ein Pflichtfach in den Klassen sieben bis zehn.
In Thüringen könnte relevant sein, dass es bis vor Kurzem noch das einzige Bundesland war, das «in den Wahlmöglichkeiten der Oberstufe Informatik den Naturwissenschaften gleichstellt», wie aus einem Gutachten zur Digitalisierung im Bildungssystem der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) zitiert wurde.