Thüringen will ein Viertel des Geldes, das dem Freistaat aus dem Sondervermögen des Bundes zusteht, bereits in diesem und dem kommenden Jahr in Investitionen stecken. Insgesamt 633 Millionen Euro sollen in den beiden Jahren vor allem in Projekte fließen, für die sonst nicht ausreichend Geld zur Verfügung gestanden hätte, sagte Finanzministerin Katja Wolf der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. «Bei Investitionen zählt Geschwindigkeit», so die BSW-Politikerin. Das gelte derzeit besonders, weil wegen des Iran-Kriegs weiter steigende Preise zu befürchten seien.
Projekte gebe es in fast allen Ministerien – «viele davon hätten sonst geschoben werden müssen oder wären nicht finanzierbar gewesen», sagte die Ministerin. Das Spektrum reiche von der inneren Sicherheit über Digitalisierung und Energie bis zu Bildung und Forschung. Um Tempo zu ermöglichen, lege das Land den Schwerpunkt auf die Finanzierung von Vorhaben, «die bereits in Planung waren».