Die in Schieflage geratenen Thüringer Autozulieferer sehen nach Verbandsangaben derzeit noch kein Ende der Talfahrt. Angesichts der nach wie vor angespannten wirtschaftlichen Lage sei das Risiko von weiteren Betriebsschließungen und Insolvenzen nicht ausgeschlossen, sagte der Vorsitzende der Branchenvereinigung «automotive thüringen», Mathias Hasecke. In diesem Jahr sind den Angaben nach im Freistaat bereits neun Unternehmen in die Pleite geschlittert oder hätten ihren Standort aufgegeben. Davon seien mehr als 2.600 Beschäftigte betroffen gewesen.
Die jüngste Konjunkturumfrage des Verbandes, der im Oktober rund 100 Betriebe befragte, zeige deutliche Warnsignale, so Hasecke. Demnach verzeichneten 70 Prozent der befragten Firmen Umsatzeinbußen, während geplante Investitionen und Wachstumserwartungen drastisch gesunken seien. Angesichts nicht ausgelasteter Kapazitäten und düsterer Aussichten habe ein Großteil der Betriebe auch Arbeitsplätze abgebaut. Rund 61 Prozent der Unternehmen meldeten der Umfrage zufolge Beschäftigungsrückgänge.