Trotz einer außergewöhnlichen guten Ernte stehen Thüringens Bauern unter Druck. «Noch nie wurde weltweit so viel Getreide geerntet - und doch wird es für unsere Betriebe immer schwerer, davon leben zu können», sagte der Präsident des Thüringer Bauernverbandes, Klaus Wagner, in Berlstedt (Weimarer Land). Die Erzeugerpreise seien seit Mai im Vorjahresvergleich flächendeckend um 30 bis 40 Prozent gefallen. Zugleich stiegen die Lagerbestände und internationale Börsen verstärkten durch spekulative Preisbewegungen die Unsicherheit auf den Märkten. Das führe zu Umsatzeinbußen.
Wetterkapriolen als Dauerbelastung
«Solche Extremsituationen können existenzbedrohende Auswirkungen auf landwirtschaftliche Betriebe haben», sagte die Ministerin. Mit der Ausgleichsrücklage solle deshalb ein Instrument geschaffen werden, um solche Risiken besser im Griff zu behalten. Die Landwirte bei ihrem betrieblichen Risikomanagement zu unterstützen sei besser als staatliche Nothilfen.
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