Damit Polizeiermittler etwa chiffrierte Festplatten von Verdächtigen öffnen können, nimmt Thüringen regelmäßig Geld in die Hand. Für den Einsatz sogenannter Extraktions- und Auswerte-Software werde jährlich etwa eine Million Euro ausgegeben, heißt es in einer Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage des Linke-Innenpolitikers Ronald Hande. Welche Software genau genutzt wird, will das Innenministerium nicht sagen. «Die Angaben in ihrer Gesamtheit würden polizeiliche Arbeitsweisen offenlegen und unterliegen damit zugleich dem Methodenschutz», so die Antwort.
Nach Angaben von Hande nutzt die Polizei solche Programme etwa, um Daten aus Cloud-Speichern auszulesen und zu entschlüsseln, um Handys, Festplatten und USB-Sticks zu öffnen oder auch, um den Standort etwa von Smartphones über eine Funkzellenabfrage zu bestimmen. Um diese Technik einsetzen zu können, muss die Polizei etwa Software-Lizenzen der Anbieter erwerben.