Die Winzer an Saale-Unstrut blicken trotz einer guten Weinlese im vergangenen Jahr mit Unsicherheit in die Zukunft. Die Weinbranche stecke aufgrund von Kaufzurückhaltung und eines generell rückläufigen Weinkonsums in einer Krise, erklärte der Präsident des Weinbauverbands Saale-Unstrut, Andreas Clauß, zum Weinbautag in Naumburg. Der Wein und die Vermarktung müssten daher neu gedacht werden.
«In den letzten Jahrzehnten haben wir gelernt, höhere Erträge zu erreichen, nun gilt es umzudenken, um marktgerechte Mengen zu produzieren», sagte Clauß. Eine übergroße Weinmenge sei sicherlich ein Stück weit naturgegeben, aber durchaus auch durch die Winzer steuerbar. Es gelte, die Produktion in diesem Jahr anzupassen.