Die Fossillagerstätte Bromacker im Thüringer Wald ist vier Millionen Jahre älter als bisher gedacht. Das habe die Analyse einer nur wenige Millimeter dünnen vulkanischen Aschetuff-Schicht ergeben, die während einer Grabung im Jahr 2024 entdeckt wurde, teilte die Friedenstein Stiftung Gotha mit. Die Fossillagerstätte befindet sich zwischen Tambach-Dietharz und Georgenthal.
Sie ist wegen des gemeinsamen Vorkommens von Wirbeltierfährten und deren Erzeugern in Form von Skeletten weltweit einzigartig. Bei dem fossil erhaltenen Ökosystem handelt es sich den Angaben zufolge um den frühesten Beleg für eine Nahrungspyramide mit wenigen Raubtieren an der Spitze, Pflanzen an der Basis und vielen Pflanzenfressern dazwischen.
Für die Untersuchung seien quasi die inneren Uhren der Gesteine genutzt worden, die in bestimmten Mineralen eingebaut seien. Im konkreten Fall war es das Mineral Zirkon. An der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurden Zirkonkristalle aus der Gesteinsprobe extrahiert und an der TU Bergakademie Freiberg radiometrisch analysiert.