Gemeinsam mit einem 100 Jahre alten KZ-Überlebenden und vielen weiteren Menschen ist in Thüringen der Befreiung des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora gedacht worden. Neben Albrecht Weinberg, der als Jugendlicher mehrere KZ und Vernichtungslager überlebte, gehörte auch Julia Romantschenko zu den geladenen Ehrengästen bei der Gedenkfeier auf dem ehemaligen KZ-Gelände bei Nordhausen.
Die aus der Ukraine stammende Enkelin des KZ-Überlebenden Boris Romantschenko forderte laut einem aus dem Russischen übersetzten Rede-Manuskript ein Ende des russischen Angriffskriegs. Ihr Großvater war 2022 im Alter von 96 Jahren gestorben, als russische Raketen sein Wohnhaus in der ostukrainischen Stadt Charkiw trafen. «Ich wohne in Charkiw mit meinen Eltern und meinem Sohn. Mein Sohn ist 16 Jahre alt, so alt wie sein Urgroßvater Boris Romantschenko 1942 war. Leider ist es so, dass alle fünf Generationen meiner Familie erfahren haben, was der Krieg bedeutet», so Romantschenko.