Das Netzwerk jüdischer Hochschullehrender spricht sich gemeinsam mit etlichen anderen Organisationen gegen die Kampagne «Kufiyas in Buchenwald» aus. Die geplante Aktion sei eine «antisemitische Provokation, die das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus für eine israelfeindliche Agenda instrumentalisiert», heißt es in einer Stellungnahme des Netzwerks.
Die linken und propalästinensischen Aktivisten hinter der Kampagne haben zu Protesten in Weimar während des Gedenkwochenendes zum 81. Jahrestag der Befreiung des NS-Konzentrationslagers im April aufgerufen.
Hintergrund ist ein Streit um das Tragen von Palästinensertüchern («Kufiyas») auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte. Zur Gedenkfeier im April vergangenen Jahres wurde einer Frau der Zutritt zum Gelände verweigert, weil sie mit einem Palästinensertuch nach eigenen Angaben gegen die Unterstützung der israelischen Politik protestieren wollte. Die Frau klagte daraufhin erfolglos vor Gericht.