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Sommergrabung am Bromacker im Thüringer Wald beginnt Ende Juni

Die inzwischen sechste Sommergrabung am Bromacker wird in diesem Jahr erstmals vom Land finanziert. (Archivbild) / Foto: Martin Schutt/dpa
Die inzwischen sechste Sommergrabung am Bromacker wird in diesem Jahr erstmals vom Land finanziert. (Archivbild) / Foto: Martin Schutt/dpa

Vom 29. Juni bis 17. Juli forscht ein internationales Team am Bromacker im Thüringer Wald. Das Land sichert die Finanzierung bis 2027.

An der bekannten Fossilienfundstelle Bromacker im Thüringer Wald beginnen Ende Juni erneut wissenschaftliche Ausgrabungen. Vom 29. Juni bis 17. Juli will ein internationales Forschungsteam die Arbeiten an der Fundstelle zwischen Georgenthal und Tambach-Dietharz fortsetzen. Das Grabungsareal soll dabei weiter vergrößert werden, wie die Projektverantwortlichen mitteilten.

An der inzwischen sechsten Sommergrabung beteiligen sich den Angaben zufolge rund 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehreren europäischen Ländern - darunter Frankreich, Italien, Österreich und die Niederlande. Vertreten sind Fachrichtungen wie Paläontologie, Geologie, Zoologie und Botanik.

Fenster in eine 294 Millionen Jahre alte Welt

Der Bromacker gilt als eine der bedeutendsten Fossillagerstätten des Unterperm weltweit. Die Fundstelle ist unter anderem dafür bekannt, dass dort sowohl versteinerte Fährten als auch die zugehörigen Skelette früher Landwirbeltiere entdeckt wurden. Forschende gewinnen dadurch einzigartige Einblicke in ein Ökosystem, das vor rund 294 Millionen Jahren existierte.

Die diesjährige Grabung wird den Angaben zufolge erstmals vom Land finanziert. Nach dem Ende der bisherigen Bundesförderung sichere der Freistaat damit vorläufig bis Ende 2027 die Fortsetzung der Forschung an der international bedeutenden Fossillagerstätte, hieß es. Die Arbeiten stärkten sowohl weitere wissenschaftliche Entdeckungen als auch den Tourismus in der Region, erklärte Umweltminister Tilo Kummer (BSW). Der Bund hatte die Grabungen am Bromacker von 2020 bis 2025 mit rund sechs Millionen Euro unterstützt. 

Forschung hautnah erleben

Besucher können die Forschenden während der dreiwöchigen Grabung wieder aus nächster Nähe erleben. Geplant sind unter anderem regelmäßige Führungen über das Gelände sowie spezielle Familientage.

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