Die Personalausgaben pro Schülerin oder Schüler am Thüringenkolleg sind nach Berechnungen des Landesrechnungshofs fast doppelt so hoch wie an allgemeinbildenden Schulen. Während die Ausgaben für Personal pro Kollegiat von 7.700 Euro im Schuljahr 2021/2022 auf 9.000 Euro im Schuljahr 2023/2024 gestiegen sind, sanken sie im gleichen Zeitraum an allgemeinbildenden Schulen von 5.600 Euro auf 4.200 Euro, wie aus einem Prüfbericht des Thüringer Rechnungshofes hervorgeht.
Geringe Schülerzahlen
Der Rechnungshof moniert an mehreren Stellen seines Prüfberichts die geringen Schülerzahlen. Demnach sei das Kolleg nur noch zur Hälfte ausgelastet. Zudem bezweifelt die Behörde, dass es die Einrichtung überhaupt braucht und forderte das Bildungsministerium zur Schließung des Thüringenkollegs auf. Auf die Einschätzung des Rechnungshofes stützte sich das Ministerium bei seinen Schließungsplänen auch zuletzt. Mehrere Landespolitikerinnen und -politiker sehen das aber kritisch.
Inzwischen hat Bildungsminister Christian Tischner (CDU) seine Pläne für eine neue Struktur im zweiten Bildungsweg konkretisiert. Demnach soll das Thüringenkolleg an berufliche Gymnasien angegliedert, als Einrichtung aber geschlossen werden. Im kommenden Schuljahr sollen letztmalig neue Kollegiaten aufgenommen werden. Alle Schülerinnen und Sch sollen noch planmäßig ihren Abschluss machen können.
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