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Unterrichtsausfall in Thüringen leicht gesunken – 9,1 Prozent in Frühjahrserhebung

In Thüringen ist etwas weniger Unterricht ausgefallen. (Symbolbild) / Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
In Thüringen ist etwas weniger Unterricht ausgefallen. (Symbolbild) / Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

In Thüringen fielen in einer März-Woche 9,1 Prozent des Unterrichts ersatzlos aus; Minister Tischner wertet Rückgang als Erfolg.

Der Unterrichtsausfall an Thüringens Schulen ist leicht zurückgegangen. In einer Erhebungswoche im März fiel 9,1 Prozent des Unterrichts ersatzlos aus, wie das Thüringer Bildungsministerium mitteilte. In der Frühjahrserhebung ein Jahr zuvor, also 2025, hatte der Anteil noch bei 11,0 Prozent gelegen. An den berufsbildenden Schulen ging der ersatzlose Ausfall von 9,9 Prozent auf 8,7 Prozent zurück.

Thüringens Bildungsminister Christian Tischner wertet den Rückgang als Erfolg. «Die Erhebung zeigt, dass die verbesserte und schnellere Einstellungspraxis sowie die optimierte Personalsteuerung Wirkung entfalten. Gleichzeitig gilt weiterhin: Jede Unterrichtsstunde, die ausfällt, bleibt eine zu viel», sagte der CDU-Politiker in einer Mitteilung.

Lage laut Ministerium seit dem Herbst stabil

Im Vergleich zur Herbsterhebung blieb der Unterrichtsausfall auf ähnlichem Niveau – damals lag der Unterrichtsausfall bei 9,2 Prozent. «Der positive Trend bei der Unterrichtsversorgung war keine Momentaufnahme, sondern hat sich über das gesamte Schuljahr bestätigt. Dass der sonst übliche Anstieg zwischen Herbst und Frühjahr in diesem Jahr ausgeblieben ist, ist ein sehr gutes Zeichen», erklärte der Minister.

In Thüringen gibt es seit Jahren einen Lehrermangel, besonders an Regelschulen im ländlichen Raum. Tischner hatte bereits mehrere Maßnahmen zum Gegensteuern auf den Weg gebracht und vor wenigen Wochen neue angekündigt. Im Kern sollen die Abminderungsstunden für Lehrer neu geregelt werden.

Bislang erhielten Thüringer Lehrkräfte ab dem 55. Lebensjahr eine Altersabminderung um zwei Unterrichtsstunden pro Woche. Künftig soll es damit erst ab 60 losgehen. Ab dem 63. Lebensjahr soll es drei Abminderungsstunden geben, ab einem Alter von 66 vier. Gewerkschaften hatten die Pläne scharf kritisiert.

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