Für ihre für Kunst und Bildung bedeutende Arbeit werden der Komponist Arvo Pärt, die Übersetzerin Anita Raja und der Theaterregisseur Prodromos Tsinikoris in diesem Jahr mit der Goethe-Medaille geehrt. Die Medaille gilt als wichtigste Auszeichnung der auswärtigen Kulturpolitik in der Bundesrepublik. Die Auszeichnungen sollen am 28. August – dem Geburtstag des Dichters Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) – in Weimar verliehen werden.
«In diesem Jahr steht die Goethe-Medaille ganz im Zeichen Europas: Wir ehren drei herausragende Persönlichkeiten, die uns mit ihrem künstlerischen Werk berühren und dabei auf besondere Weise mit Deutschland verbunden sind», sagte die Präsidentin des Goethe-Instituts, Gesche Joost, laut Mitteilung.
«Neue Sprache und tieferes Verständnis»
Die Musik des in Estland geborenen Arvo Pärt ziehe «Menschen weltweit in ihren Bann». Prodromos Tsinikoris greife als Sohn griechischer Eltern, die zum Arbeiten nach Wuppertal kamen, «seine beiden Heimaten, Deutschland und Griechenland, immer wieder in seinen bewegenden Theaterprojekten» auf, so Joost. Als Übersetzerin übertrage Anita Raja die Werke wichtiger deutschsprachiger Autorinnen und Autoren ins Italienische und mache sich als Bibliothekarin für die «Vielfalt der europäischen Kultur stark».
«Ihre Lebenswege und Werke sind Antworten auf Migration, Flucht und gesellschaftliche Transformationen, die Europa im 20. und 21. Jahrhundert geprägt haben, sie schenken unserer Gegenwart dafür eine neue Sprache und tieferes Verständnis», würdigte der Vorsitzende der Kommission zur Verleihung der Goethe-Medaille, Thomas Oberender, die drei Preisträger.
Kandidaten für die Medaille werden von den Goethe-Instituten im Ausland vorgeschlagen. Unter den Kandidaten wählt dann eine Jury die Preisträger aus.
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