Berg- statt Seeblick: Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow zieht es in der Freizeit vom Bleilochstausee in Ostthüringen nach Meran in Südtirol. «Ich verlege einen Teil meines Lebens mit meiner besseren Hälfte nach Italien», sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Zuerst hatten die Zeitungen von Funke Thüringen über den Verkauf von Ramelows Feriendomizil an einer der großen Saaletalsperren in der Nähe von Saalburg berichtet. Ramelow ist seit der Bundestagswahl 2025 einer der Vizepräsidenten des Bundestags. «70 ist nicht einfach nur eine Zahl», sagte Ramelow mit Verweis auf sein Alter. Es sei die Entscheidung gefallen, das aufwendig zu bewirtschaftende, etwa 2.000 Quadratmeter große Waldgrundstück bei Saalburg gegen eine Mietwohnung in Meran zu tauschen. Ein Grund sei auch, dass seine Frau, eine gebürtige Italienerin, wieder mehr ihre Muttersprache sprechen wolle. In Meran seien seine Frau und er in den vergangenen Jahren bereits oft im Urlaub gewesen. Das Grundstück mit Ferienhaus sei bereits zum Verkauf ausgeschrieben. Ramelow bekräftigte, dass sich an seinem Hauptwohnsitz Erfurt nichts ändern werde. «Ich bin Erfurter, ich bleibe Erfurter.» Das gelte auch nach dem Ende seines Bundestagsmandates. Für ihn sei die laufende Legislaturperiode im Bundestag die letzte. Er werde sich danach nicht erneut um ein politisches Mandat bewerben, bekräftigte der Linke-Politiker. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten