Deutschlands Heilbäder und Kurorte drängen angesichts von Finanznöten beim Erhalt ihres Badebetriebs auf Hilfen vom Bund. Es gebe insbesondere unter den deutschlandweit 150 Thermalbädern in kommunaler Trägerschaft Einrichtungen, die von der Schließung bedroht seien, sagte die Präsidentin des Deutschen Heilbäderverbands, Brigitte Goert-Meissner, am Rande des Deutschen Heilbädertages am Donnerstag im thüringischen Bad Frankenhausen.
«Wir sind ein Wirtschaftsfaktor, gerade im ländlichen Raum, den es zu beachten gilt - auch auf Bundesebene», so Goertz-Meissner. Steigende Energie- und Personalkosten, aber auch nie ausgeglichene Verluste durch Zwangsschließungen während der Corona-Pandemie hätten die kommunalen Bäder in finanzielle Nöte gebracht. Hinzu komme, dass die meisten Kurorte ohnehin kleine Gemeinden seien, die strukturell mit der Aufgabe der Bäderfinanzierung überfordert seien, so die Verbandspräsidentin.