Gut eine Woche nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einer Putenmast im Kyffhäuserkreis hat die hochansteckende Tierseuche zwei weitere Geflügelhaltungen in der Region erwischt. Betroffen seien ein Agrarbetrieb mit 70 Hühnern und ein Kleinbestand mit insgesamt acht Haushühnern, teilte das Gesundheitsministerium mit. In beiden Beständen sei das Virus H5N1 nachgewiesen worden. Zum Schutz vor einer weiteren Verbreitung der Seuche seien die Tiere unter amtlicher Aufsicht getötet worden.
Fälle in ganz Thüringen, vor allem bei Wildvögeln
Landesweit hat sich das Geflügelpest-Risiko zuletzt wieder erhöht. Vor allem bei in freier Wildbahn lebenden Vögeln steigen die Nachweise des H5N1-Virus wieder an. Seit Jahresbeginn wurden 34 Wildvögel positiv darauf getestet. Das Ministerium mahnt Geflügelhalter eindringlich, Schutzmaßnahmen konsequent einzuhalten und bei unklaren Krankheits- und Todesfällen das zuständige Veterinäramt zu informieren.
Im vergangenen Herbst hatte die Geflügelpest in Thüringen unter anderem unter Kranichen am Stausee Kelbra grassiert, Hunderte Tiere verendeten. Auch mehrere Geflügelbetriebe waren betroffen. In weiten Teilen des Freistaats galt zeitweise eine Stallpflicht für Geflügel. Die Geflügelpest, umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, ist für viele Vogelarten hochansteckend und führt bei ihnen rasch zum Tod.
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