Sie sollen Mitglieder und Unterstützer der gewaltbereiten Neonazi-Kampfsportgruppe «Knockout 51» gewesen sein - nun hat das Oberlandesgericht in Jena drei Rechtsextremisten zu Haft- und Bewährungsstrafen verurteilt. Der 27-jährige Hauptangeklagte soll nach dem Willen der Kammer für zwei Jahre und neun Monate in Haft. Ein 35 Jahre und ein 44 Jahre alter Mitangeklagter haben Bewährungsstrafen in Höhe von zwei Jahren beziehungsweise einem Jahr und zwei Monaten erhalten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Es habe sich bei dieser Gruppierung zwar nicht nur um einen Kampfsportverein gehandelt, sagte der Vorsitzende Richter der Kammer, Matthias Blaszczak, bei der Verkündung des Urteils in Jena. «Sie war vielmehr Teil einer politischen Strategie.» «Knockout 51» sei von Anfang an auf die Begehung von Gewaltstraftaten angelegt gewesen. Allerdings sei es nicht das Ziel von «Knockout 51» gewesen, Menschen zu ermorden oder totzuschlagen. Es gebe zwar Indizieren, die für diese Annahme sprächen. «Jedoch sprechen gewichtige Indizien auch dagegen», sagte Blaszczak.