Logo DieThüringer News
Nachrichten / Politik

Durchsuchung wegen Terrorverdachts bei AfD-Mandatsträger

Durchsuchung wegen Terrorverdachts bei AfD-Mandatsträger
Die Polizei hat Räume eines AfD-Politikers in Südthüringen durchsucht. (Symbolbild) / Foto: Daniel Karmann/dpa
Von: DieThüringer News
Ermittler durchsuchen Räume eines AfD-Politikers in Südthüringen. Der Verdacht: Beihilfe zur Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens und Unterstützung einer rechtsterroristischen Gruppe.

Wegen des Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung sind Räume eines für die AfD aktiven Politikers in Ilmenau durchsucht worden. Zur Sicherung von Beweismitteln wurden die Wohnung des Mannes sowie zwei weitere Objekte durchsucht, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Jena bestätigte. Zuvor hatte das Portal «inSüdthüringen» berichtet. Eine Festnahme sei nicht geplant gewesen, so der Sprecher.

Ermittlungen wegen geplanter Lauterbach-Entführung

Die Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit Ermittlungen zu einer geplanten Entführung des früheren Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD). Der Mann sitzt für die AfD in verschiedenen politischen Interessensvertretungen, ist aber kein Parteimitglied.

Gegen ihn laufe ein Ermittlungsverfahren der Thüringer Generalstaatsanwaltschaft, da er in Verdacht stehe, die sogenannte «Kaiserreichsgruppe» unterstützt zu haben, sagte der Sprecher. Die Ermittlungen liefen unter anderem auch wegen des Verdachts der Beihilfe zur Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens gegen den Bund.

Mehr aus dieser Kategorie

Rechtsterroristische «Kaiserreichsgruppe»

Die sogenannte «Kaiserreichsgruppe» ist eine rechtsterroristische Vereinigung, die spätestens im Januar 2022 mit dem Ziel gegründet wurde, die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland zu beseitigen und durch ein autoritäres Regierungssystem nach dem Vorbild der Verfassung des Deutschen Reiches von 1871 zu ersetzen.

Um dieses Ziel zu erreichen, plante die Gruppe konkrete Gewaltakte wie Sprengstoffanschläge auf die Energieversorgung, die Entführung von Lauterbach und das Auskundschaften von Bahn-Stellwerken.

Im März dieses Jahres wurden vier Rädelsführer der Gruppe vom Oberlandesgericht Koblenz zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

DieThüringer News
Artikel von

DieThüringer News

DieThüringer News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.