Für die von Sahra Wagenknecht gegründete Partei BSW beginnt eine neue Zeit: Nach dem Rückzug Wagenknechts vom Bundesvorsitz hat das neue Führungsduo Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali übernommen. Auch im Parteinamen trennt sich das BSW vom Namen der Gründerin - wenn auch erst zum 1. Oktober 2026.
Fünf Erkenntnisse nach dem BSW-Bundesparteitag in Magdeburg am Wochenende:
Wagenknecht euphorisiert
Vor dem Treffen der 660 Delegierten in der Messe Magdeburg gab es Rumoren, die Rede war von Unzufriedenheit mit der vorgegebenen Linie der Parteispitze um Wagenknecht. Auf dem Parteitag war davon wenig zu spüren. Die 56-jährige Gründerin überstrahlte alle anderen. Minutenlang bejubelt wurde sie für eine Rede, die nicht nur mit der Bundesregierung und der Opposition im Bundestag abrechnete. Wagenknecht stellte auch wieder die Regierenden des BSW in Brandenburg und Thüringen in den Senkel.
Wagenknecht ist jetzt nicht mehr Vorsitzende, sondern nur noch Chefin einer Grundwertekommission. Aber das sei kein Rückzug, beteuerte sie. Sie hält sich vorerst offen, nach Bedarf mitzusteuern. «Auch mit mir in der deutschen Politik werden sie noch lange rechnen müssen», kündigte Wagenknecht an.