Die Thüringer CDU hat einem Vertrag für eine Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD zugestimmt. Landesparteichef Mario Voigt kommt seinem Ziel zur Bildung einer neuen Landesregierung unter seiner Führung damit einen weiteren Schritt näher. «Nach Jahren des Stillstands haben wir die Chance, ein Fenster aufzustoßen zu einem neuen Kapitel für die Thüringer Landesgeschichte», sagte Voigt vor rund 80 CDU-Mitgliedern bei einem Landesausschuss, einer Art kleiner Parteitag.
Die CDU machte als erste der drei Parteien den Weg für eine Koalition frei. Von den 38 stimmberechtigten Delegierten stimmen 37 für den Koalitionsvertrag, der Südthüringer CDU-Kreisvorsitzende Ralf Liebaug stimmte gegen das Papier. Er zeigte sich skeptisch zu einem Bündnis mit der Wagenknecht-Partei. Er habe immer für eine Minderheitsregierung von CDU und SPD geworben, sagte er am Rande der Veranstaltung. «Man hat sich jetzt für einen anderen Weg entschieden, das akzeptiere ich als Demokrat.»