Bei der Einführung von Bezahlkarten für Asylbewerber in mehreren Thüringer Landkreisen zeichnet sich ein Flickenteppich ab. Mehrere Kreise starteten mit der Bezahlkarte bereits am Freitag, andere - etwa die Städte Erfurt, Gera und Jena - wollen noch warten, bis es eine bundesweit einheitliche Lösung gibt, wie eine Abfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Landkreisen und kreisfreien Städten in Thüringen ergab. «Die Stadt Gera plädiert für ein bundesweites System, um einen Flickenteppich zu vermeiden und wartet derzeit auf einheitliche Lösungen», erklärte eine Stadt-Sprecherin. Ähnlich äußerten sich Sprecher der Städte Jena und Erfurt.
Nachdem die Ampelkoalition in Berlin ihren Streit über die Einführung einer Bezahlkarte beigelegt hat, wurde am Freitag ein Kabinettsbeschluss dazu erwartet. 14 von 16 Bundesländern hatten sich Ende Januar auf ein gemeinsames Vergabeverfahren zur Einführung einer Bezahlkarte für Asylbewerber geeinigt, das bis zum Sommer abgeschlossen sein soll. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern gehen eigene Wege, wollen aber ebenfalls eine Bezahlkarte einführen.