Thüringens in Finanznot geratene Bäder und ihre Betreiberkommunen starten eine Petition - und wollen damit in den Dialog mit der Politik treten. Das sagte der Bad Tabarzer Bürgermeister David Ortmann (SPD) zusammen mit weiteren Vertretern der Initiative «Bäder in Not» in Erfurt. Demnach wollen die Macher der Initiative, die vom Heilbäderverband und dem Arbeitskreis der Thüringer Bäder ins Leben gerufen wurde, bei einer Aktion am 4. Dezember die nötigen 1.500 Stimmen sammeln, um in einer öffentlichen Anhörung im Petitionsausschuss gehört zu werden.
Unzufrieden zeigen sich die «Bäder in Not» mit den am Donnerstag vorgestellten Änderungen am Thüringer Doppelhaushalt. Der aktuelle Entwurf sieht nun für das kommende Jahr acht Millionen Euro für die Thüringer Bäder vor. 2027 sind es sechs Millionen Euro - deutlich weniger also als von den Betreiberkommunen gefordert. Zudem ist das Geld nur für die besonders betroffenen, kleineren Kommunen mit weniger als 15.000 Einwohnern.