Mehrere Ministerpräsidenten haben nach einem Zeitungsbericht den Vorschlag zurückgewiesen, die Landtagswahlen auf einen einheitlichen Termin zu legen. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) sagte der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», «wer alle Landtagswahlen zu einer Art bundesweitem Zwischenzeugnis für die Bundesregierung macht, schwächt den Föderalismus». Ähnlich äußerten sich auch andere Regierungschefs in der Zeitung. Hintergrund ist ein Vorschlag von Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne).
Voigt sagte, die Wähler sollten über Bildung, Wirtschaft, Sicherheit und die Zukunft ihrer Heimat entscheiden können. Dafür brauche es eigenständige Landtagswahlen und keine bundespolitische Großabstimmung. Ähnlich argumentiert nach Angaben der Zeitung die Regierung des Saarlands, in dem die SPD-Politikerin Anke Rehlinger Ministerpräsidentin ist. Bei Landtagswahlen sollte es weitgehend um landespolitische Weichenstellungen für die Zukunft des Bundeslandes gehen.