Vor der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen hat die Linke-Fraktion Änderungen zum Brombeer-Vorschlag für Mehrheiten im Landtag gefordert. «Wir haben an zwei, drei Stellen in dem Papier noch einmal Gesprächsbedarf», sagte Thüringens Linke-Fraktionschef Christian Schaft nach einer Sitzung der zwölf Abgeordneten seiner Partei in Erfurt. «Wenn wir da heute eine Einigung herstellen, bin ich zuversichtlich, dass es morgen auch demokratische Mehrheiten zur Wahl des Ministerpräsidenten geben kann.»
Hintergrund sind Unsicherheiten bei der für Donnerstag geplanten Wahl des CDU-Politikers Mario Voigt (CDU) zum neuen Thüringer Regierungschef. Seine angepeilte Koalition aus CDU, BSW und SPD hat 44 der 88 Sitze im Parlament - und damit keine eigene Mehrheit. Befürchtet wird, dass die AfD Voigt im ersten Wahlgang mitwählen und deren Stimmen den Ausschlag für das Erreichen der nötigen absoluten Mehrheit geben könnten.