Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow sieht eine Mitschuld der CDU am bisher besten Ergebnis der AfD bei einer Bundestagswahl in Thüringen. Die CDU-geführte Landesregierung habe seit ihrem Amtsantritt vor allem die Diskussion um Abschiebehaftplätze geführt und sie zu einem großen Thema in der öffentlichen Wahrnehmung gemacht. Damit habe so den Eindruck verstärkt, Migranten seien das größte gesellschaftliche Problem in Thüringen, sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. «Wer der AfD nach dem Mund redet, öffnet ihr die Tür.»
Linke-Fraktionschef Christian Schaft kündige an, dass seine Fraktion der millionenschweren Finanzierung der Haftplätze bei den laufenden Haushaltsverhandlungen nicht zustimmen wird. «Das wird in den Haushaltsverhandlungen unseren Widerstand erfahren.»