Thüringen ändert die Regeln, nach denen millionenschwere Investitionszuschüsse an Unternehmen vergeben werden. In dem Fördertopf stecken jährlich 60 Millionen bis 70 Millionen Euro, die vor allem Mittelständler als Finanzspritze für Fabrik- oder Erweiterungsprojekte nutzen können. Das wichtigste Förderprogramm des Landes für die Wirtschaft sei überarbeitet worden, teilte Wirtschaftsministerin Colette Boos-John in Erfurt mit.
Der Zugang zu Geld aus dem von Bund und Land finanzierten Programm zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur werde erleichtert, sagte die CDU-Politikerin. «In der aktuellen Wirtschaftslage senken wir die Hürden für die Investitionsförderung ein weiteres Mal deutlich.»
Boos-John verspricht sich davon staatliche Investitionsanreize. Wegen der wirtschaftlichen Unsicherheiten durch weltweite Krisen und die Konjunkturschwäche halten sich derzeit viele Unternehmen mit neuen Projekten zurück. Die Industrie- und Handelskammer Erfurt sprach von einem richtigen Signal für den Wirtschaftsstandort Thüringen.